Nina Lehmpfuhl:
Hans Klanitz
Hans Planitz
o.ö.em. Prof. der Rechte an der Universität
Wien
Honorarprofessor der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Uni
zu Köln
Ehrendoktor der Philosophischen Fakultät der Universität zu
Köln
Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
korrespond. Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
geboren 1882 zu Kaditz bei Dresden, gestorben 1954 in Wien
Hans Planitz war zu Lebzeiten einer der angesehensten Rechtshistoriker
in Deutschland, der auch im Ausland eine hohe Reputation genoss. Sein
Wirken richtete sich u.a. in großem Umfang auf das Mittelalterrecht
- vor allem am Beispiel der Stadt Köln. So hat er auch die bedeutendsten
rechtshistorischen Archivschätze der Stadt Köln der Wissenschaft
zugänglich gemacht. Er lehrte über zwei Jahrzehnte an der
Universität zu Köln als Ordinarius und stand auch mal der
Universität als Rektor, mal der juristischen Fakultät als
Dekan vor. Planitz nahm im Dezember 1941 einen Lehrauftrag in Wien an
und verließ seinen "Lebensinhalt" Köln, ohne seine
Arbeiten hier beendet zu haben. 1953 wurde er zum Honorarprofessor berufen,
damit er nach Köln zurückkehren und seine Arbeit weiterführen
konnte. Er verstarb jedoch kurz vor seiner Rückkehr im Januar 1954.
Die Arbeit teilt sich in zwei Teile auf: Zum einen wird in einem biographischen
Teil die Person Hans Planitz beleuchtet; sein Lebenslauf und sein Verhältnis
als "politischer Mensch" (er selbst sah sich im Bismarckschen
Sinne als "anständigen deutschen Vaterlandsfreund") zu
den Nationalsozialisten. Der zweite Teil befasst sich mit dem Wirken
von Planitz im Kontext mit den damals vertretenen Ansichten (juristisch
und geschichtlich), sowie mit seinem Einfluss in der damaligen Lehre,
der eventuell bis in die heutige Zeit nachwirkt.
Doktorvater: Prof. Dr. Hans-Peter Haferkamp (Köln)
Kontaktdaten:
Nina Lehmpfuhl
nlehmpfuhl@web.de
Zurück zur Liste der Forschungsvorhaben
|