Kurzbeschreibung:

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Caroline Dostal: 1968 - Demonstranten vor Gericht. Ein Beitrag zur Jutizgeschichte der Bundesrepublik


Die juristische Auseinandersetzung mit den Demonstrationen der Außerparlamentarischen Opposition (APO) aus den Jahren 1967-1970 wird an Hand der juristischen Zeitschriften und der darin veröffentlichten Urteile untersucht. Gegenstand der Arbeit ist, die Ausgestaltung von Recht und Grenzen der Versammlungsfreiheit in den historischen Zusammenhang zu setzen. Die Untersuchung konzentriert sich auf die Demonstrationen auf öffentlicher Straße, das heißt also Versammlungen unter freiem Himmel, und die rechtlichen Konsequenzen, die daran anknüpfen. Zunächst von Interesse ist der gesellschafts-politische Hintergrund, vor dem die Justiz handelte. Bei der Analyse der juristischen Auseinandersetzung geht es um die Frage, welcher Stellenwert und welche Funktion dem Teilhaberecht der Versammlungsfreiheit seitens der Justiz im politischen System der Bundesrepublik zuerkannt wird, also mit welchen Mitteln der öffentliche Meinungskampf ausgetragen werden darf. Von Interesse sind die Argumentationszusammenhänge von Rechtsprechung und Rechtswissenschaft sowie die Hintergründe und Motive für die Ausgestaltung des Demonstrationsrechts. Indem die historischen Rahmenbedingungen mit in die rechtsgeschichtliche Betrachtung einbezogen werden, lassen sich die Dimensionen der damaligen Rechtswissenschaft und Rechtsprechung erst adäquat erforschen. Über die Zeit um 1968 existiert eine Flut von Publikationen, wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit dieser Thematik gibt es allerdings kaum. Meine Dissertation soll einen ersten Beitrag dazu leisten.
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Diese Seite ist vom 18. März, 2002