Kurzbeschreibung:

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Verena Knauf: Die zivilrechtliche Urteilspraxis des Obersten Gerichts der DDR in den Fünfziger Jahren


Die zivilrechtliche Urteilspraxis des Obersten Gerichts der DDR in den Fünfziger Jahren wird mittels statistischer Erfassung der unveröffentlichten Berufungs- sowie Kassationsurteile untersucht. Für die Untersuchung werden die erhaltenen, im Bundesarchiv lagernden Prozeßakten herangezogen. Bisherige Untersuchungen haben sich auf die veröffentlichten Urteile dieses Zeitraumes gestützt. Urteile sind in der DDR jedoch in einem weitaus geringerem Umfang veröffentlicht worden als in der BRD. Diese Forschungslücke wird durch meine Arbeit geschlossen, um bewerten zu können, inwieweit die gezielten Urteilsveröffentlichungen in der Neuen Justiz und der offiziellen Entscheidungssammlung das Bild der Urteilspraxis des OG realistisch widerspiegelten. Dadurch kann festgestellt werden, ob und ggf. welche Unterschiede zwischen unveröffentlichten und veröffentlichten Urteilen bestehen. Schwerpunktmäßig werden hierzu Daten ermittelt, die statistisch ausgewertet werden können. Weiterhin werden die Akten inhaltlich ausgewertet. Die Anpassung der Rechtspraxis an die veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse war in den Anfangsjahren der DDR besonders drängend, da das BGB weiterhin galt und Instrumentarien zum Umgang mit den übernommenen Normen entwickelt werden mußten. Meine Dissertation untersucht einige dieser Instrumentarien.

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Diese Seite ist vom 30. Juli 2000