Johanna Küster:
Das Konzessionsprinzip und die Auswirkungen der Genehmigungspraxis der
Behörden auf die Entwicklung des Aktienrechts
Als im 19. Jahrhundert vermehrt Aktiengesellschaften
gegründet wurden, bildete sich für diese noch unbekannte Form
der juristischen Person europaweit ein Genehmigungserfordernis der zuständigen
Behörden heraus, die sog. Konzessionierung. Daher kam dem bis ca.
1870 bestehenden Genehmigungserfordernis und der damit einher gehenden
Genehmigungspraxis für die Entwicklung des Aktienrechts große
Bedeutung zu.
Dies soll für das preußische Westfalen näher
untersucht werden. Dafür werden zunächst sämtliche im
Staatsarchiv Münster befindlichen Akten über die Gründung
von Aktiengesellschaften ausgewertet. Da aufgrund der Industialisierung
in den Jahren vor 1870 die Zahl von Aktiengesellschaften zunahm, soll
Gegenstand der Arbeit der konkrete Ablauf der Konzessionierung sein.
Damit lassen sich zugleich Veränderungen der erforderlichen Voraussetzungen
für die Gründung und Genehmigung von Aktiengesellschaften
näher beleuchten.
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