Kurzbeschreibung:

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Philipp Nordloh: Gewerbliche Zunftprozesse aus der Reichsstadt Köln vor dem Reichskammergericht


Gegenstand der Arbeit ist die Darstellung und Analyse gewerblicher Zunftprozesse aus der Reichsstadt Köln zur Zeit des Alten Reiches vor dem Reichskammergericht. Insbesondere die ältere rechtshistorische Forschung hat an den Zunftprozessen wenig Interesse gezeigt, wurden die Zünfte doch als ein unsinniges, nicht mehr zeitgemäßes System angesehen, das jeglichen wirtschaftlichen Aufschwung im Keim erstickte. In jüngster Zeit hat das Interesse am Zunftrecht jedoch zugenommen. Grund hierfür dürfte die Erkenntnis sein, dass die Zünfte vor allem in den Städten maßgeblich nicht nur das wirtschaftliche, sondern auch das soziale, kulturelle sowie das politische Leben prägten. Auch diese Aspekte sollen für die Reichsstadt Köln anhand der zu untersuchenden Prozesse näher beleuchtet werden. In Abgrenzung zu den auf politischer Seite geführten Prozessen der Zünfte beschränkt sich die Arbeit auf die Untersuchung derjenigen Prozesse, die ihren Ursprung in der gewerblichen Tätigkeit der Zünfte hatten. Besonders zahlreich waren dabei Klagen aufgrund behaupteter Übergriffe in den Tätigkeitsbereich der jeweils klagenden Zunft durch eine Zunft mit ähnlichem Arbeitsbereich. Die Analyse der Prozesse konzentriert sich auf die Auswertung der beim Reichskammergericht eingereichten Schriftsätze. Da gerichtliche Entscheidungen zumeist nicht erhalten sind, ist vor allem von Interesse, ob sich bestimmte rechtliche Argumentationsmuster der Zünfte, bzw. der Obrigkeit herausarbeiten lassen.

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Diese Seite ist vom 12. Januar, 2006