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Die Umwelt auf dem Gipfel - Akteure und Vorstellungen des Naturschutzes in Berggebieten: eine globale Perspektive (Ende 18.–Anfang 21. Jahrhundert)

28. August 2026

Veranstalter: IGHA und Universität Freiburg
Ort: Mendrisio (CH), USI-Accademia di architettura
Zeitraum der Tagung: vom 2. bis 4. September 2026

Die Umweltzerstörung ist eine Bedrohung, die auch die wunderschönen Bergregionen der Welt, den Himalaya und die europäischen Alpen, erfasst. Ähnliche Prozesse lassen sich in den Anden und in Nordafrika beobachten. In den Alpen zeigen sich trotz einer Vielzahl von Maßnahmen, die im letzten Jahrhundert ergriffen wurden, um den
zerstörerischen Kräften des Wassers entgegenzuwirken, neue Anzeichen einer
Umweltzerstörung.

Mit dieser Erklärung aus dem Jahr 1989 machte der Himalayan Adventure Trust (der 1990 in Himalayan Environment Trust umbenannt wurde), in dem renommierte Bergsteiger zusammengeschlossen sind, auf die fortschreitende Verschlechterung der Berglandschaften weltweit aufmerksam – nicht nur im Himalaya –, und lenkte dabei das Augenmerk insbesondere auf die Probleme der Boden- und Wasserverschmutzung, der Entwaldung und der weit verbreiteten Müllproblematik.

Auf der Grundlage wissenschaftlicher Literatur zu Umweltfragen in Bergregionen der letzten Jahrzehnte und im Einklang mit dem Forschungsprojekt „La mondialisation des Alpes, du paysage à l’environnement“ (durchgeführt von 2022 bis 2026 vom Departement für Zeitgeschichte der Universität Freiburg mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds) durchgeführt wird, wird die Tagung „The Environment at the Summit“ den schrittweisen Prozess untersuchen, durch den das Thema Umweltschutz in verschiedenen Gebirgsregionen weltweit vom späten 18. bis zum frühen 21. Jahrhundert Fuß gefasst hat (wobei das Jahr 2022 als letzter Meilenstein festgelegt wurde, entsprechend dem Internationalen Jahr der Berge). Ziel ist es, eine Dezentralisierung der Perspektiven zu fördern, um die Vielfalt der Entwicklungsverläufe sowie den möglichen direkten und indirekten Austausch von Wissen, Materialien, Praktiken und Personen zwischen den verschiedenen Gebirgsregionen hervorzuheben. Indem wir das Bergsteigen als Perspektive zur Interpretation der Geschichte heranziehen – eine Beziehung zur Umwelt, die zudem in der Geschichtswissenschaft bislang wenig Beachtung gefunden hat –, haben wir versucht, drei Analysebereiche zu untersuchen: die Akteure (individuell und kollektiv) und ihre Anliegen; die Darstellungen und wie diese die jeweiligen Themen definieren; sowie die Hindernisse, denen sie bei der Durchsetzung ihrer Ideen begegnen.

Weitere Informationen finden Sie in dem Flyer als PDF.